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Warum Models Custom-Anfragen ablehnen

Die meisten Anfragen für Custom Content werden abgelehnt oder gar nicht beantwortet. Woran das liegt, warum das in Ordnung ist und wie es weniger nervig wird.

4 Min. Lesezeit

Wer sichtbar ist, bekommt Anfragen. Und wer länger dabei ist, beantwortet irgendwann nicht mehr alle.

Das wird von außen gern als Arroganz gelesen. Ist es fast nie. Es liegt daran, wie die Anfragen aussehen, und daran lässt sich etwas ändern, auf beiden Seiten.

Die Anfrage sagt nicht, worum es geht

"Machst du Customs?" ist die häufigste Nachricht und gleichzeitig die, die am wenigsten hilft. Sie enthält keine einzige Information, mit der sich etwas entscheiden lässt.

Um zu antworten, müsstest du erst nachfragen: Worum geht es, welches Format, wie viel, bis wann. Das sind vier Rückfragen, bevor überhaupt klar ist, ob es sich lohnt. Bei einer Nachricht ist das kein Problem. Bei zwanzig in der Woche ist es ein Zweitjob.

Der Aufwand steht nirgends

Selbst wenn das Thema klar ist, fehlt meistens der Umfang. Zehn Fotos oder eins, zwei Minuten Video oder zwanzig, roh oder bearbeitet. Das entscheidet, ob eine Anfrage eine halbe Stunde oder zwei Tage bedeutet.

Ohne diese Angabe kannst du nicht einschätzen, worauf du dich einlässt. Und Anfragen, die man nicht einschätzen kann, lehnt man ab oder lässt sie liegen. Nicht aus Unlust, sondern weil Zusagen ins Blaue später Ärger machen.

Über Geld redet keiner zuerst

Dann die Stelle, an der die meisten Gespräche versanden. Beide Seiten warten darauf, dass die andere eine Zahl nennt, und keiner will zu hoch oder zu niedrig einsteigen.

Für dich als Model ist das doppelt unangenehm, weil du in dem Moment gleichzeitig verhandeln und höflich bleiben sollst, oft mit jemandem, von dem du nicht weißt, ob er es überhaupt ernst meint.

Du weißt nicht, wer da schreibt

Und schließlich die Frage, die im Hintergrund immer mitläuft. Eine Anfrage von einem anonymen Account ohne Historie ist etwas anderes als eine von jemandem, der nachweislich existiert und schon anderswo bezahlt hat.

Solange das offen ist, ist jede Zusage ein kleines Risiko. Das führt dazu, dass man im Zweifel ablehnt.

Ablehnen ist völlig in Ordnung

Wichtiger Zwischenruf, weil viele hier ein schlechtes Gewissen haben: Du musst nichts annehmen.

Auf NaughtyBounty gibt es keine Zuteilung und keinen Zähler, der schlechter wird, wenn du nichts annimmst. Kein Antwortquoten-Wert, keine Sichtbarkeit, die du verlierst, weil du eine Woche nichts gemacht hast. Dein Profil läuft im Verzeichnis, auf der Startseite und bei den Frischen Talenten, unabhängig davon, wie viel du annimmst. Mehr dazu in Grenzen setzen.

Wie es weniger nervig wird

Alle vier Punkte oben haben dieselbe Ursache: Die Anfrage kommt zuerst, die Informationen kommen später. Dreht man das um, verschwinden sie.

Genau so laufen Challenges. Bevor du überhaupt mit jemandem redest, steht bereits da: Thema, Format, Umfang und die Belohnung, die beim Erstellen festgelegt wurde und sich nicht mehr ändert. Du entscheidest anhand dieser Angaben, ob du dich bewirbst.

Kein "machst du Customs", kein Nachfragen, keine Preisverhandlung. Und weil du dich meldest statt angeschrieben zu werden, gibt es auch nichts abzulehnen. Was nicht passt, klickst du nicht an.

Die Gegenseite ist dabei verifiziert und das Budget liegt hinterlegt, bevor du anfängst. Damit ist auch der vierte Punkt erledigt.

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Häufige Fragen

Nein. Es gibt keine Zuteilung und keinen Wert, der sich verschlechtert, wenn du etwas nicht annimmst.

Weil Thema, Format, Umfang und Belohnung in der Challenge stehen, bevor du dich bewirbst.

Nein. Die Belohnung wird beim Erstellen festgelegt und bleibt danach gleich.

Das musst du nicht liefern. Die Beschreibung der Challenge ist der Maßstab, für beide Seiten.

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